Allgemeine Informationen zur technischen Hilfeleistung



Viele verbinden mit der Feuerwehr "Feuer und deren Bekämpfung". Doch auch bei anderen Gefahrensituationen sind sie sofort zur Stelle um zu Bergen, Retten und Schützen.

 

Was ist die Allgemeine technische Hilfe?

Unter der Allgemeinen technischen Hilfe versteht man alle Maßnahmen, die nicht dem Brandschutz betreffen und die zur Abwehr von Gefahren für Leben, Gesundheit oder Sachen dienen. Diese Gefahren ergeben sich aus Explosionen, Überschwemmungen, Unfällen, Stürmen und ähnlichen Ereignissen.

Neben dem Brandschutz ist die allgemeine technische Hilfe der zweite große Aufgabenbereich der Feuerwehren. Gerade in den letzten Jahren haben die Einsatzzahlen in diesem Bereich ständig zugenommen, was sich auch in der Statistik wiederspiegelt. Das liegt zum einen an höheren  Fallzahlen durch Unfälle und das erhöhte Aufkommen an schweren Unwettern, zum anderen an der zunehmenden Übertragung von Aufgaben.


Was umfasst die Allgemeine Hilfe?

Die allg. technische Hilfe umfasst unter anderem:

- die Bergung verunfallter Fahrzeuge und Personen (Bsp. Autounfall oder verschüttete Person)

- die Beseitigung von Sturmschäden (Bsp. umgefallene Baume entfernen)

- dieTüröffnung mittels Werkzeug (falls kein anderweitiger Zutritt möglich ist)

- die Hilfeleistung bei Überschwemmung (Bsp. Auspumpen vollgelaufener Keller)

- die Rettung von Tieren (Bsp. entlaufene Tiere wie Pferde etc, festsitzende Tiere auf Bäumen)

- die Amtshilfe für Polizei / Ordnungsamt (Bsp. Straßensicherung, Evakuierung bei Bombenfund)

- die Amtshilfe für Rettungstransporte (Bsp.  patientengerechter Transport)

- die Einsätze bei Gefahrgut (Bsp. Abdichten, Sichern und Aufnehmen gefährlicher Stoffe)


Wie wird die allg. technische Hilfe umgesetzt?

Die Aufgaben der technischen Hilfe zur Gefahrenabwehr werden immer komplexer. So werden beispielsweise die heutigen Fahrzeuge immer sicherer, doch diese Sicherheit stellt die Feuerwehr bei einem Unfall vor große Herausforderungen. Aufgrund der hohen Standarts ist es heute, im Vergleich zu früher, nicht so einfach Fahrzeuge zu öffnen, um verletzte Personen heraus zu holen.

Doch auch die Feuerwehr hat in den letzten 20 Jahren aufgerüstet. So hält die Feuerwehr der Verbandsgemeinde Pellenz mehrere Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuge (HLF), Mehrzweckfahrzeuge (MZF) einen Rüstwagen, sowie Geräteanhänger bereit. Diese Fahrzeuge sind mit dem nötigen Werkzeug ausgestattet um jede Gefahrenlage zu beseitigen.

Unter anderem wird vorghalten:

Rettungsspreizer, -schere,- zylinder, Hebekissen, Rettungsäge, Ausrüstung zur Türöffnung, Tauchpumpen und Stromaggregate, Werkzeug zur Absturzsicherung, Abdichtungkissen, Rettungsbrett, Motorkettensäge, Flutlichterstrahler und Scheinwerfer, Einsturzsicherungen uvm.

Dank dieser guten Ausrüstung ist es der Feuerwehr möglich innerhalb kürzester Zeit,getreu dem Motto Retten, Bergen, Schützen  umgefallene Bäume zu beseitigen, eingeklemmte oder verschüttetete Personen zu bergen und zu transportieren oder auch überschwemmte Keller auszupumpen.

Da man beispielsweise eine Rettungsschere nicht wie eine normale Haushaltsschere benutzt ist es wichtig, dass alle Feuerwehrmänner und -frauen an dem Werkzeug geschult sind. So finden regelmäßg die Gerätekunde sowie Übungen speziell zur technischen Hilfe statt.


Weitere Informationen zum allg. technischen Hilfe erhalten Sie bei Ihrer Feuerwehr.

Bild Quelle: Feuerwehr Nickenich, Feuerwehr Plaidt, Feuerwehr Kruft, Feuerwehr Saffig
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