Online-Petition gestartet


Vielen Kommunen steht das Wasser bis zum Hals. Elf der bundesweit 20 am
höchsten verschuldeten Städte und Landkreise liegen in Rheinland-Pfalz. Grund für
die strukturelle Unterfinanzierung ist eine mangelnde Gegenfinanzierung der von
Bund und Land jahrzehntelang an die Kommunen übertragen Pflichtaufgaben.
Die Corona-Pandemie verschärft die prekäre Haushaltslage drastisch.

Am Dienstag, 3. November 2020, ist der Startschuss für die digitale
Unterschriftenaktion „Petition Heimat“ gefallen. In den kommenden sechs Wochen
sind alle Bürger aufgefordert, sich für eine bessere Zukunft ihrer Heimat stark zu
machen – dazu genügen wenige Klicks im Internet. Die Petition ist an die rheinlandpfälzische
Landesregierung und die Fraktionsvorsitzenden im Landtag adressiert. Im
Mittelpunkt des geforderten Maßnahmenpaketes steht eine auskömmliche
Finanzausstattung der Kommunen, um die gesetzlich übertragenen Aufgaben auch
wahrnehmen zu können, sowie eine Lösung des Altschuldenproblems.

Immer mehr Gemeinden, Städten und Landkreisen droht der Verlust eigener
Gestaltungsfähigkeit. Denn trotz vielfältiger eigener Sparmaßnahmen bekommen die
finanzschwachen Kommunen die massiven Probleme niemals in den Griff. Wie
wichtig die Kompetenz der Kommunen zur Lösung von gesellschaftspolitischen
Problemen ist, zeigt aktuell die Corona-Pandemie.

Gleichzeitig wird die Erfüllung der Aufgaben für die örtliche Gemeinschaft aber
zusehends eingeschränkt. Spürbar wird dies für den Bürger vor allem durch
Einschnitte bei der Instandsetzung von Straßen, der Gesundheitsvorsage, dem
öffentlichen Nahverkehr sowie bei Kultur, Sport, Freizeit- und Bildungsangeboten.
Dies kann und darf nicht sein, führt es doch mittlerweile dazu, dass die von der
Verfassung garantierte Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse in Gemeinden,
Städten und Landkreisen mit besonders hohen sozialen Lasten nicht mehr
gewährleistet ist.

Wenn der Gordische Knoten der strukturellen Unterfinanzierung der Kommunen in
Rheinland-Pfalz tatsächlich zerschlagen werden soll, muss dort angesetzt werden,
wo die Finanzverantwortung für die Städte und Gemeinden liegt: bei der
Landesregierung.

Die Kommunen benötigen umgehend eine ausreichende Finanzierung der ihnen
übertragenen staatlichen Pflichtaufgaben, so dass sie ein Mindestmaß an freiwilligen
Leistungen wahrnehmen können, ohne dies über neue Kredite zu finanzieren.
„Wir forderen die Bürgerinnen und Bürger unserer Verbandsgemeinde Pellenz auf:
Bitte beteiligen Sie sich an der Online-Petition, damit wir unsere Heimat auch in
Zukunft für alle Generationen lebenswert gestalten können“, appelliert:

Klaus Bell - Bürgermeister der Verbandsgemeinde Pellenz
Friedhelm Uenzen - Ortsbürgermeister der Ortsgemeinde Kretz
Walter Kill - Ortsbürgermeister der Ortsgemeinde Kruft
Detlev Leersch - Ortsbürgermeister der Ortsgemeinde Nickenich
Peter Wilkes - Ortsbürgermeister der Ortsgemeinde Plaidt
Dirk Rohm - Ortsbürgermeister der Ortsgemeinde Saffig

Sie finden die Online-Petition unter folgendem Link: www.change.org/petitionheimat