Übung macht den Meister


Eigentlich sollte die Löscheinheit Saffig auf dem Truppenübungsplatz der Bundeswehr „Warner Heide“ verschiedene Übungen durchführen. Da dieser Termin kurzfristig vom Veranstalter abgesagt wurde, nutzte man den Tag und übte im heimischen Saffig.

Hierzu trafen sich die Kameradinnen und Kameraden der Löscheinheit gegen Mittag und gingen direkt über zur ersten Übung des Tages. Übungsleiter Björn Bunse hatte ein kniffliges Szenario ausgearbeitet. Es ging in die Lagerhalle der Firma Heizung & Sanitär Schlicht aus Saffig. Als die Einheit am Objekt eintraf, sah man sofort dass die Lagerhalle komplett verraucht war. Somit konnten die Atemschutzgeräteträger (AGT) auch nur unter Atemschutz mit Sauerstoffflaschen in das Gebäude vordringen. Zudem wurde eine Person vermisst, die innerhalb der zwei Etagen vom Rauch eingeschlossen war. Aufgrund der großen Übungsbeteiligung rüsteten sich direkt drei Angriffstrupps aus, um die Person ausfindig zu machen. Nach kurzer Zeit fand man diese (simuliert durch eine Puppe, die die gleichen Maße und das Gewicht eines Erwachsenen hat) im 1. Obergeschoss. Außerdem wurde die Wasserversorgung vom Hydranten aufgebaut und mit Hilfe des Lüfters die Lagerhalle belüftet, damit die Einsatzkräfte bessere Sicht bekommen. Nachdem alle Aufgaben gemeistert waren, räumte man alles auf und fuhr zurück zum Gerätehaus. An dieser Stelle ein besonderer Dank an die Firma Schlicht.

Am Gerätehaus angekommen, stießen die Kameraden der Löscheinheit  aus Plaidt mit ihrem Rüstwagen (RW) dazu. Auf dem Rüstwagen befindet sich u.a. Equipment,  welches in Saffig aktuell noch nicht vorgehalten wird. Hiermit sind die Schere und der Spreizer gemeint. Diese Geräte kommen zumeist bei Verkehrsunfällen zum Einsatz. Auf dem Platz vor dem Saffiger Gerätehaus hatte man einen solchen  Unfall inszeniert. Hierzu wurde ein ausgemusterter PKW gekauft.

Man ging davon aus, dass ein PKW in einem Verkehrsunfall verwickelt wurde und die Insassen sich nicht selbst befreien konnten. Mit den Gerätschaften, welche sich in Saffig befinden, können schon einige Maßnahmen ergriffen werden (z.B. Fensterscheiben entfernen, Batterie abklemmen, Erstversorgung am Patienten durchführen). Sollte es jedoch notwendig sein, dass Türen oder ein Dach entfernt werden müssen, werden die Nachbarwehren nachalarmiert, um mit deren Gerätschaften zu unterstützen.

Nach der theoretischen Einweisung von Lukas Buthe konnte nun jeder Übungsteilnehmer mit schwerem Gerät üben. Zum Schluss konnte man sehr gut erkennen, was alle möglich ist, um einen Patienten so schonend wie nur möglich aus einem Fahrzeug zu retten. Wie der Patient gerettet werden muss, entscheidet letztendlich der Notarzt vor Ort.

Am Ende ein Tipp der Saffiger Feuerwehr: Das Rettungsdatenblatt unter die Sonnenblende vom Fahrersitz!

Im Internet unter https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/unfall/rettungskarte/ oder vda.de findet man zu sämtlichen Fahrzeugen Datenblätter, welche kostenlos heruntergeladen werden können.

Ihr fragt euch wofür? Nach einem Verkehrsunfall sparen sich die Einsatzkräfte wertvolle Sekunden, wenn diese Datenblätter zum jeweiligen Fahrzeug griffbereit vorliegen. Hier findet man u.a. Infos darüber, wo und wie viele Batterien sich im Fahrzeug befinden, an welchen Stellen die Airbags und der Kraftstofftank liegen.

Noch Fragen? Dann schreibt einfach eine Nachricht an r.schwarz@feuerwehr-saffig.de oder besucht unsere Homepage www.feuerwehr-saffig.de.


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