Spatenstich zum Neubau der KiTa in Kruft – Raum für kindgerechte Entwicklung


In Kruft konnte der Bedarf an Betreuungsplätzen für Kleinkinder schon länger nicht mehr in den zwei bestehenden Kindertagesstätten abgedeckt werden. Um Abhilfe zu schaffen, wurden bis zur Fertigstellung der neuen KiTa eine Waldkita mit einer Gruppe und übergangsweise zwei Gruppen in der gemeindeeigenen Vulkanhalle eingerichtet. 

Mit dem Spatenstich und somit dem Baubeginn rückt nun endlich die Fertigstellung in Sichtweite. Als Standort wurde ein Areal am nord-östlichen Ortsrand im Neubaugebiet Kruft Süd gewählt. Vorausschauend wurde eine großzügige Fläche ausgesucht, um potenzielle Erweiterungen zu ermöglichen. Zudem lässt sich die KiTa sehr gut zu Fuß von den Kindern des Neubaugebietes erreichen.

Bürgermeister Walter Kill und Peter Pesau, Projektleiter vom Architektenbüro BHP Koblenz, erläutern die Einzelheiten des Projektes


„Ein Grundsatz der Entscheidungen zum Neubau war stets, eine zukunftsfähige Einrichtung zu schaffen, die die räumlichen Voraussetzungen für eine kindgerechte Entwicklung der kommenden Generationen Krufter Kinder sicherstellt. Die zuständigen Gremien der Ortsgemeinde Kruft haben bei der Planung daher großen Wert auf eine nachhaltige, effiziente und kindgerechte KiTa gelegt“, hebt Bürgermeister Walter Kill in seiner Begrüßung hervor. So wird etwa das Gebäude aus regionalen Baustoffen entstehen und die Wärmeversorgung durch eine Wärmepumpe erfolgen. Eine Lüftungsanlage wird die Nutzer mit Frischluft versorgen und für eine keimarme Luft sorgen. Daneben reduziert die Anlage die Wärmeverluste erheblich.

Auf dem extensiv begrünten Dach ist eine große PV-Anlage mit Batteriespeicher zum Eigenverbrauch vorgesehen. Die Nutzung des Regenwassers als Brauchwasser ist ebenfalls Bestandteil des Entwurfs. Der kalkulierte Primärenergieverbrauch hält die Parameter eines KFW-40 Gebäudes ein. Zudem lassen die Berechnungen geringe Lebenszykluskosten erwarten.

Das Raumprogramm des zweigeschossigen T-förmigen Gebäudes wurde gemeinsam mit pädagogischen Fachkräften entworfen und speziell auf den Bedarf der steigenden Ganztagsbetreuung abgestimmt. So wurden im Nebenraumprogramm mehrere Ruheräume, ein Snoezelraum (ein speziell gestalteter, gemütlicher Raum zur Förderung von Entspannung und Sinneswahrnehmung) und ein Werkraum eingeplant.

Die Versorgung mit Speisen erfolgt über eine modernen Verteilerküche. Eingenommen wird das Essen dann im Bistro, das je nach Bedarf um einen Mehrzweckraum erweitert werden kann.

Die Nutzungsfläche des Gebäudes beträgt etwa 1.360 m², die gesamte potenziell nutzbare Außenanlage rund 6.150 m², wovon ein Teil, der alleine den Kindern als Spielbereich vorbehalten ist, durch einen Zaun abgegrenzt sein wird.

Die Gesamtkosten, inkl. Baunebenkosten und Einrichtung belaufen sich nach den derzeitigen Kalkulationen auf rund 9.500.000 €. Ein Landeszuschuss in Höhe von 1.200.000 €, ein Kreiszuschuss von 3.210.000 €, ein Bundeszuschuss durch KFW-Mittel in Höhe von 127.000 € sowie 56.000 € aus KIPKI-Mitteln (Kommunales Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation des Landes Rheinland-Pfalz) wurden bewilligt.

„Wir haben zwar einen straffen Zeitplan vor uns, aber wir gehen das Bauvorhaben guten Mutes an. Wir haben aktuell viele Großprojekte in der VG zu stemmen, wie Erweiterung von Feuerwehrhäusern oder KiTa- und Grundschulbauten. Da kommen einige Millionen an Bausumme zustande. Aber das sind sehr gute Investitionen in die Zukunft der Pellenz“, so Sebastian Busch, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Pellenz.

Die Fertigstellung und der Bezug der neuen Einrichtung sind – je nach Baufortschritt und Wetterlage – für Ende 2027 geplant. Doch zuvor stehen die Erdarbeiten bis Mitte Mai, anschließend Rohbauarbeiten bis Herbst 2026, Bau der Dachkonstruktion, Türen und Fenster bis Februar 2027 an. Es folgen die Installationen der technischen Anlagen, die Ausbaugewerke und abschließend die Freianlagen und Parkflächen.

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